Verhalten des Jugendamtes im Fall Kraus

[Pressemitteilung vom 3. September 2018]

Stadtrat Julien Ferrat (MVP) hat sich im Zuge der Debatte um den Fall der Familie Kraus an die Stadtverwaltung gewandt. Kernkritikpunkt ist, dass der Erziehungsvorrang der Eltern gemäß Artikel 6 Absatz 2 Grundgesetz und das Recht auf Familie gemäß Artikel 8 der Europäischen Menschenrechtskonvention missachtet wurden.

In einer Anfrage an die Stadtverwaltung fragt Stadtrat Ferrat, warum das Jugendamt eine Inobhutnahme durchgeführt hat, obwohl hierfür bei vernünftiger Betrachtung keine hinreichenden Anhaltspunkte bestanden. Ebenso wird gefragt, warum das Jugendamt eine Inobhutnahme durchgeführt hat, obwohl die psychischen Ängste des Mädchens hiervor in einem Bericht des ZI aktenkundig waren.

In einem Gutachten wird die zuständige Jugendamt-Sachbearbeiterin scharf kritisiert: „Die fachlichen Defizite der Jugendamt-Mitarbeiterin sind zutiefst erschreckend. Eine derartige Inkompetenz, wie sie die Sachbearbeiterin an den Tag legt, ist äußerst selten. Sie erkennt bedauerlicherweise nicht, dass die von ihr durchgeführte Inobhutnahme offenkundig rechtswidrig war.“