Behördenwillkür beim Jugendamt der Stadt Mannheim

Hauptsitz des Mannheimes Jugendamtes in R1, 12

[Pressemitteilung vom 28. November 2018]

„Gemäß Artikel 8 der Europäischen Menschenrechtskonvention ist jeder Vertragsstaat verpflichtet, geeignete Maßnahmen zur Zusammenführung eines leiblichen Elternteils mit seinem Kind zu ergreifen. Eine Antwort auf meine Frage, wie oft es durchschnittlich gelingt, ein Kind zu seiner leiblichen Familie zurückzuführen, nachdem eine Inobhutnahme durch das Jugendamt stattgefunden hat, habe ich nach über zwei Jahren immer noch nicht erhalten. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt“, sagt Stadtrat Julien Ferrat (MVP) in seinem Kurzfilm „Rathaus of Cards“.

Ein Beispiel für eine Menschenrechtsverletzung durch das Jugendamt der Stadt Mannheim war der Fall Kozhukhova. Nachdem das städtische Jugendamt eine Inobhutnahme durchgeführt hatte, ging der Fall bis ans Oberlandesgericht Karlsruhe.

Im OLG-Beschluss vom 21. August 2018 (Aktenzeichen: 16 UF 79/18) heißt es unmissverständlich: „Ausreichende Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung, die im einstweiligen Anordnungsverfahren einen Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts der Mutter erfordern würden, sind nicht gegeben“.