MVP scheidet aus dem Gemeinderat aus

Julien Ferrat

[Pressemitteilung vom 3. Juni 2019]

Nach dem amtlichen Endergebnis ist die Mannheimer Volkspartei (MVP) mit 0,5% aus dem Gemeinderat ausgeschieden. „Offensichtlich ist es nicht gelungen, den Nerv der Wähler zu treffen. Anstatt den einen Sitz auszubauen, ist es nicht einmal gelungen, das Mandat zu verteidigen. Das war ein schwerer Schlag ins Gesicht“, resümiert Stadtrat Julien Ferrat.

„Es ist weder gelungen ein gutes Stimmzettel-Ergebnis (Erstpräferenz) noch nennenswert Panaschierungen (Zweitpräferenz) zu erzielen. Offensichtlich besteht bei Wahlen keinerlei Nachfrage und keinerlei Interesse hinsichtlich einer ideologiefreien Kommunalpartei, die ganzjährig präsent ist, sich frei von Einflüssen aus Berlin einzig um Mannheim kümmert, und mit nonkonformistischen Aktionen für frischen Wind in der tendenziell als spießig und langweilig geltenden Kommunalpolitik sorgt – auch wenn bei Befragungen regelmäßig das Gegenteil behauptet wird. Scheinbar rauscht auch der Wahlkampf vor Ort an den allermeisten Bürgern völlig vorbei“, erklärt Stadtrat Ferrat.

„Exemplarisch möchte ich auf den Stadtteil Blumenau eingehen. Dort war man mit Plakaten ganzjährig präsent und hatte auch eine Kandidatin aus dem Stadtteil als Mitglied auf der Liste. Während in den meisten Stadtteilen der Bus alle 20 Minuten fährt, kommt die Linie 51 auf der Blumenau zu den Hauptverkehrszeiten nur alle 30 Minuten. Die Forderung ,Für mehr Fahrten der Linie 51’ war mit insgesamt 20 Plakaten im Stadtteil unübersehbar und bewegte sich nicht in Richtung ,High-End-ÖPNV’, sondern in Richtung ,ÖPNV-Standard’. Eine Woche vor der Wahl wurden im Stadtteil alle Plakate mit dem Aufruf ,Wählen gehen!’ versehen. Das Ergebnis: ,sensationelle’ zwei Wähler beim Stimmzettel-Ergebnis und nach der Feinauszählung insgesamt 0,6%. Nach meinem Kenntnisstand benutzen mehr als nur zwei Wahlberechtigte den Bus auf der Blumenau“, so Ferrat abschließend.